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10.02.2015
» » Eröffnung der Tagespflege (24 Pflegeplätze) auf der Langenberger Str. 91
Am 30.01.2015 eröffnete der Pflegedienst Lange zusammen mit dem Spar- und Bauverein die Tagespflegeeinrichtung im Erdgeschoss des „wohnprojekt91“.

In seiner Eröffnungsrede sprach Herr Jaeger über die ungeahnten Schwierigkeiten, die ein solch einmaliges Projekt in der Planungs- und Realisierungsphase hervorgebracht hat.



Rückblickend haben sich jedoch alle Bemühungen gelohnt, wenn man allein schon in die zufriedenen Gesichter unserer Mieter des 2. Obergeschosses blickt. Und die zufriedenen Gesichter werden durch die baldige Inbetriebnahme der Tagespflege sowie den Bezug der Wohngruppe im 1. Obergeschoss sicherlich deutlich mehr werden. Alles in allem ein längst „überfälliges“ Projekt im Hinblick auf den demografischen Wandel.

Herr Claudius Hasenau, Vorstand des Vereins „Wohnen in Gemeinschaft NRW e.V.“, sprach in seiner Rede vom „Luxusartikel Pflege“, der leider immer wieder für ältere Menschen zum finanziellen Problem wird.



Auch ist die Bedeutung der Pflegefachkraft innerhalb der Gesellschaft teils völlig verkannt. Die notwendige individuelle Pflege und Betreuung, die abhängig gemacht werden muss von Gesundheitszustand bzw. Krankheitsbild des Pflegebedürftigen wird von vielen als Selbstverständlichkeit hingenommen. Das Berufsbild wird nur selten in seiner vollen Komplexität bestehend aus Sozial- und Fachkompetenz nebst weiteren Schlüsselqualifikationen, wie z.B. seelischer und körperlicher Stabilität, gesehen.
Er gratulierte dem Spar- und Bauverein zu einem so einzigartigen Wohnkonzept auf der Langenberger Str. 91 mit dem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gegangen wird.

Der Verbandsdirektor der „Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen e.V.“, Herr Alexander Rychter, schilderte bei der Eröffnungsfeier die steigende Bedeutung der individuellen (externen) Betreuung.



Aktuell werden ca. 90% der Pflegebedürftigen durch Familienangehörige versorgt. Dies ist in vielen Fällen z.B. auf Grund von Berufstätigkeit der Angehörigen immer wieder eine Herausforderung, die in den seltensten Fällen tatsächlich gestemmt werden kann. Ein Heimaufenthalt kommt für viele Betroffene nicht in Frage. Die ambulante Betreuung durch eine Tagespflegeeinrichtung ist für viele Pflegebedürftige deutlich wohltuender als ein stationärer Aufenthalt in einem Heim. Wobei auch hierbei die Bezahlbarkeit im Vordergrund steht.

Zum Abschluss sprach der erste stellvertretende Bürgermeister, Herr Emil Weise, mit dem Stadtbaurat, Herrn Andres Wendenburg, über bauordnungsrechtliche Anforderungen, die teils in massivem Konflikt stehen mit den tatsächlichen Gegebenheiten und einer Finanzierbarkeit in Bezug auf die Bau- und auch Unterhaltskosten des Gebäudes.



Besonders hervorgehoben wurde hierbei jedoch, dass der „Schuldige“ hierbei die Landesbauordnung NRW und nicht die handelnden Personen sind. Insoweit waren sich beide einig, dass eine Novellierung der Bauordnung unabdingbar ist, damit dem bedeutungsvollen Wohnkonzept das dem „wohnprojekt91“ zugrunde liegt, viele weitere Neubauten ähnlicher Kategorie folgen können. Des Weiteren betonte Herr Weise, dass die Wünsche und Bedürfnisse der älteren Menschen unbedingt mit in die städtischen Planungen einfließen müssen, damit auch von dieser Seite ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet.

Die Gäste waren begeistert von den hellen und freundlich gestalteten Räumlichkeiten sowohl in der Tagespflege im Erdgeschoss, wie auch in der Wohngruppe im 1. Obergeschoss.



Die lichtdurchfluteten und in warmen Farben gestrichenen Räume schaffen von sich aus eine Gemütlichkeit, die man in vielen anderen Tagespflegeeinrichtungen oder Heimen gänzlich vermisst.

Wir freuen uns insbesondere auf Grund der vielen Widrigkeiten, die die Planung und Realisierung mit sich gebracht haben, dass unser Neubau auch auf so viel externe Begeisterung stößt und wünschen dem Pflegedienst Lange viel Erfolg bei der baldigen Inbetriebnahme der Tagespflege.

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